B. wie Bewegung

Diagnostik:

Eine Bewegungsaufgabe bei der B.A.S.I.S.-motorischen Förderdiagnostik z.B. ist, dass das Kind aus der Bauchlage Kopf, Arme und Beine gestreckt vom Boden abheben und halten soll. Ich beobachte, dass das Kind dabei Schwierigkeiten hat. Hebt es Kopf und Arme dann winkeln die Beine ab, hebt es die Beine gestreckt hoch, hat es Mühe den Kopf zu heben. Im Gesicht sind Anstrengungsmitbewegungen zu sehen und die Arme zeigen asymmetrische Haltungen. Trotz großer Bemühungen schafft das Kind die für sein Alter vorgeschriebene Haltungsdauer nicht.

Woher kommt diese Bewegungseinschränkung? 

Es gibt mehrere Ursachen. Eine davon wäre die Kaiserschnittgeburt. In einem solchen Fall konnte sich das von der Natur vorgesehene Muster der Streckung nicht völlig entfalten. Das Kind blieb in gewisser Weise auf der Bewegungsebene in der embryonalen Beugehaltung hängen. 

Auswirkung auf das Lernen: Durch die von dem Kind bevorzugte Beugehaltung hat es zu wenig Übung (Verknüpfungen im sensomotorischen Kortex) im Bereich „Kopf heben“ und zugleich „Fokussieren in der Ferne“ (= z.B. Abschreiben von der Tafel).

Durch die mangelhafte Krabbelphase wurden zwischen rechter und linker Gehirnhälfte zu wenige Verbindungen geschaffen. Anstelle einer Datenautobahn gibt es vielleicht nur eine Datenlandstraße. Für erfolgreiches Lernen ist es jedoch wichtig, flexibel auf die Bereiche des linken und rechten Gehirns zugreifen zu können. Speziell Rechtschreiben und Mathematik benötigen Teilleistungen aus beiden Gehirnhälften.

B.A.S.I.S.-Training: Da die Bewegungsentwicklung die Lernfähigkeit beeinflusst, enthält jedes B.A.S.I.S.-Lerntraining motorische Elemente, die zielgerichtet auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes abgestimmt sind. Dadurch werden die Voraussetzungen für das Lernen verbessert und der schulische Erfolg kann sich nachhaltig einstellen. 

Literatur dazu:

Flügel und Wurzeln, Beigel Dorothea

Was ist los mit meinem Kind, Pauli Sabine

(Im Shop erhältlich)