S. wie Sinnesverarbeitung

Die ungestörte Entwicklung der Basisfunktionen Sehen, Hören, Gleichgewicht, taktile Wahrnehmung und Eigenwahrnehmung des Körpers sind Grundlagen für ein erfolgreiches Lernen. Lernen ist im Gegensatz zur Entwicklung individuell und erfahrungsbedingt und auf ein gutes Fundament angewiesen. Somit kann es z.B. sein, dass das B.A.S.I.S.-Training nicht im Heft sondern in der Hängematte beginnt.

Beispiel – Anforderungen beim Schreiben:

  • Gleichgewicht halten = ruhig sitzen
  • Gleichgewichtsanpassung bei jeder Kopfbewegung z.B. beim Schauen zur Vorlage
  • Gleichgewichtsveränderung und ständige Neujustierung mit  fortschreitender Zeile
  • Feinste Regulierung der Muskelspannung zum Formen der Buchstaben und Gleitbewegung entlang der Zeile (auch dafür ist das Gleichgewicht verantwortlich)
  • Auge-Hand-Koordination = Zusammenarbeit zwischen Sehen und Handmotorik
  • Augenbewegungen entlang der geschriebenen Linien und Zeilen geschieht in Zusammenarbeit mit dem Gleichgewicht
  • Scharfeinstellung des Auges von Ferne zur Nähe und umgekehrt
  • Mitsprechen laut oder leise synchron zum Schreiben = Mund-Hand-Koordination, deren Gelingen von einer guten zentralen Hörverarbeitung abhängig ist
  • Lautieren des zu schreibenden Wortes = Klangwolke in einzelne Laute zerlegen, benötigt mehrere Teilleistungen der Hörverarbeitung
  • usw.

 Ist auch nur eine einzige Fähigkeit unzulänglich, so wird das gesamte System beeinträchtigt.

Eine B.A.S.I.S.-Diagnostik umfasst daher die Bereiche:

  • Visuelle Verarbeitung und Wahrnehmung
  • Hörverarbeitung und -wahrnehmung
  • Taktile, vestibuläre, propriozeptive Verarbeitung und Wahrnehmung
  • Motorische Entwicklung
  • Erhebung des Lernstandes im Problemfach

Je nach Ergebnis wird ein individueller Trainingsplan zusammengestellt.